Fotos©Ulrike Bez

WER WAGT BEGINNT

Dokumentarfilm von Ulrike Bez aus dem Jahr 2016

 

In einer Großstadt ein Haus bauen? Klingt utopisch
Sich gegen Wohnraumspekulation zusammenschließen? Klingt stressig
Neue Konzepte für mehr Gemeinschaftsgefühl entwickeln? Klingt zeitraubend

Dass es geht, zeigt die Baugruppe einer Münchner Wohnbaugenossenschaft.

Neben dem Olympiagelände am Ackermannbogen baute sie ein Haus mit 53 Wohnungen. Ökologisch, nachhaltig und sozial; Gemeinschaftsräume, Gästezimmer und Tante Emma-Laden inklusive.

„Gemeinsam den Traum vom Dorf in der Stadt verwirklichen, dem Kapitalismus ein Schnippchen schlagen und die paar Kröten, die wir haben, dem Mietmarkt und der Spekulation entziehen.Der Dokumentarfilm „wer wagt beginnt“ ist ein faszinierendes Lehrstück über Gemeinsinn und Selbstverwaltung.“

Von Anfang an mit dabei: die Filmemacherin Uli Bez und ihr Team. Gedreht wurde bei der Planung, bei der Grundsteinlegung, bei Diskussionen, beim Bauen, bei Festen und beim Einzug. Junge Familien, ältere Paare und Singles steckten viel Zeit und Energie in ihr Bauprojekt.

Denn sie sind sich sicher:
Ja, man kann gemeinsam bauen.
Ja, man kann ein Quartier mitgestalten – und es macht Spaß!

Das Dorf inmitten der Grossstadt –  Die Süddeutsche  berichtete über „wer wagt beginnt“.

 

Fotos©Ulrike Bez

Im Anschluss an den Dokumentarfilm findet ein Gespräch mit der Regisseurin Ulrike Bez und der Stadtplanerin und Koordinatorin des Netzwerks Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen
Birgit Kasper sowie mit Prof. Dipl.-Ing. Marion Goerdt, Architektin und Stadtplanerin an der Hochschule Trier.

 

15. Oktober 2018, 19 Uhr

Der Tradition von MOVIEARTNEAT verpflichtet, wird es an diesem Abend außer Getränke natürlich auch ein kleines, süßes Überraschungshäppchen geben, jedoch kein richtiges Flying Buffet, damit man sich am Gespräch beteiligen kann.

Die Filmemacherin und Produzentin Ulrike Bez  

schreibt über ihre Arbeit:
„Ein klassischer Dokumentarfilm, so wie ich ihn verstehe, versucht nicht, die Wirklichkeit abzubilden, sondern macht den Filmstoff sinnlich erfahrbar. Dies kann nur gelingen, wenn kein journalistischer Kommentar zwischen Film und Publikum steht. Als Filmemacherin bin ich Komplizin meines Filmstoffs.

Hannah Arendt beschrieb ihre philosophische Praxis als „Denken ohne Geländer“. In Anlehnung an sie bezeichne ich meine Arbeit als „Filmemachen ohne Geländer“.

Diese Praxis erschafft durch ihre Radikalität einen phantastischen Moment der Nähe. Dieser unverfälschten ZeitRaum kommt dem nahe, was Ernst Bloch in `Das Prinzip Hoffnung´ als Heimat beschrieben hat.*“

*  „Der Mensch lebt noch überall in der Vorgeschichte, ja alles und jedes steht noch vor Erschaffung der Welt, als einer rechten. Die wirkliche Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende, und sie beginnt erst anzufangen, wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden, das heißt sich an der Wurzel fassen. Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfaßt und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.“ (Ernst Bloch, Das Prinzip Hoffnung 1628)

 

 

 

MOVIEARTNEAT – Philosophie

In unserer Filmreihe „MOVIEARTNEAT – die besondere Filmvorführung mit Flying Buffet“ vereinen wir (Film)Kunst und Genuss. Auf der Basis eines Themenkonzeptes suchen wir Filme aus und lassen diese von Künstlern verschiedener Disziplinen und Kunstrichtungen in einer live-performance begleiten oder interpretieren. Wir sind vor allem bemüht junge, talentierte Künstler einzuladen und sie entsprechend unserer Möglichkeiten zu fördern. Gezeigt werden Filme jenseits des Mainstream, der großen und kleinen Filmfestivals, neue und alte Werke bekannter Regisseure oder interessante Entdeckungen junger talentierter Filmemacher, sowie ausgefallene Filme, die inhaltlich zum Themenkonzept passen.

Das Publikum hat in der Pause und nach der Vorstellung die Möglichkeit, sich mit den Künstlern bzw. mit den Theatermachern des Kulturhauses und der Kuratorin der Filmreihe auszutauschen. In der Pause wird zusätzlich ein Flying Buffet serviert. Lassen Sie sich überraschen, wie wir das Thema des Abends auch kulinarisch für Sie aufgreifen.

Der Eintrittspreis für diese Veranstaltung beträgt 8,50 €.

RMV-KombiTicket:

Das Veranstaltungsticket ist am Gültigkeitstag für eine Hin- und Rückfahrt im gesamten RMV-Gebiet gültig
und muss jeweils für die Fahrt entsprechend (im Theater) entwertet werden.
Hinfahrt ab 5 Std. vor Beginn; Rückfahrt bis Betriebsende.

MOVIEARTNEAT – Kulturhaus Frankfurt

MOVIEARTNEAT wird im Kulturhaus Frankfurt präsentiert.
Jeden 3. Sonntag im Monat um 19:00 Uhr (wenn nicht anders beschrieben).
Pfingstweidstraße 2 . 60316 Frankfurt am Main . www.kulturhaus-frankfurt.de

Ticket-Bestellungen unter:
Tel. 069 94412360 . info@kulturhaus-frankfurt.de

MOVIEARTNEAT . Die besondere Filmvorführung mit Flying Buffet

Kuratorin: Oana Roseanu M.A. . E-Mail: info@movieartneat.de . www.movieartneat.de

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